Altbausanierung – Schritt für Schritt

Die Grenzwerte der Energieeinsparverordnung geben eine energetisch Mindestanforderung für die Modernisierung bestehender Gebäude vor. Doch auch wenn damit bereits eine deutliche Einsparung erzielt werden kann: Entscheidend für eine wirklich kosteneffiziente Sanierung ist die Optimierung der erforderlichen Modernisierungsmaßnahmen.

Das gilt sowohl für die Wahl der Einzelmaßnahmen als auch für die Reihenfolge der Umsetzung und die Abstimmung der Teilsanierungen untereinander. Auch wenn Sie zunächst nur eine Dachdämmung oder die Erneuerung der Fenster planen und die nächste Modernisierung erst in zehn oder mehr Jahren ansteht, ist eine Gesamtplanung von Anfang an wichtig. Zu bedenken ist hier z. B.:

  • die Vorbeugung vor Bauschäden: Nach dem Erneuern der Fenster kann es z. B. zu ansteigender Raumluftfeuchte und in der Folge bei unzureichender Wanddämmung zu Feuchteschäden kommen.
  • der natürliche Erneuerungszyklus der einzelnen Bauteile: Eine Dacheindeckung hält z. B. deutlich länger als ein Fenster. Jede Komponente sollte den möglichen Lebenszyklus komplett durchlaufen, bevor sie ausgetauscht wird.
  • eine nachhaltige Planung: Bei einer Teilsanierung sollten direkt Bedingungengeschaffen werden, die eine sinnvolle Anschlusssanierung (auch nach einem längeren Zeitabstand) möglich machen.

Eine schrittweise Sanierung über einen längeren Zeitraum sollte wenn möglich vermieden werden. Gibt es aber zwingende Gründe dafür, so ist mit besonderer Sorgfalt zu verfahren. Damit bei der Umsetzung der einzelnen Sanierungsschritte nicht jedes Gewerk für sich arbeitet und die sich zwangsweise ergebenden Schnittstellen nicht unbeachtet bleiben, sollte für die gesamte Projektlaufzeit ein Sanierungsfahrplan entwickelt werden, der alle aufeinander abgestimmten Einzelschritte der Sanierung und alle Komponenten, wie Wand- und Dachdämmung, Fenstertausch und Lüftungsanlage bereits berücksichtigt. Lassen Sie sich dazu unbedingt von einem Energieberater oder Architekten beraten.

Und generell gilt: Wirtschaftlich für Sie als Hausbesitzer ist es in fast allen Fällen, wenn Sie die Anforderungen der KfW erfüllen und dann die Maßnahme fördern lassen. Die Mehrinvestition wird in der Regel über die Förderung aufgefangen. Zudem zählen Häuser zu den langlebigsten Produkten überhaupt. Da ist es sinnvoll, sich auch bei der Altbausanierung an den zukunftsweisenden Anforderungen für den Neubau zu orientieren. Der Zusatzaufwand für passiv-hausgeeignete Komponenten ist gering. Der Gebäudewert erhöht sich hingegen erheblich.